In diesem Ratgeber
So funktioniert eine Papptafel-Choreo
Alle Personen im Choreo-Bereich halten auf dasselbe Signal eine Tafel hoch. Aus der Ferne verschmelzen die Tafeln zu einem Bild, wie Pixel auf einem Bildschirm. Im American College Football heißt das card stunt oder card section; Fangruppen sprechen von Papptafel-Choreo, Mosaik oder einfach Choreo.
Die meisten Papptafel-Choreos zeigen ein einziges, stehendes Bild. Aufwendigere wechseln zwischen zwei oder mehr Bildern: Jede Tafel hat auf jeder Seite eine andere Farbe, oder jeder Platz bekommt einen nummerierten Satz Tafeln, eine pro Schritt.
Kenne deine Auflösung
Die Auflösung deines Bildes ist die Zahl der Plätze. Ein Block mit 30 Reihen zu je 40 Plätzen ist ein Bild mit 40 mal 30 Pixeln, kleiner als ein App-Icon. Bevor du irgendetwas gestaltest, besorg dir das exakte Raster.
- Zähl die Reihen und die Plätze pro Reihe; die meisten Tribünen werden nach oben hin breiter.
- Markiere Gänge, Treppen und gesperrte Plätze. Das sind Löcher in deinem Bild.
- Achte auf den Winkel: Eine steile Tribüne sieht man fast frontal, eine flache wirkt von der Gegenseite gestaucht.
Farben, die auch aus der Ferne wirken
- Nimm drei bis fünf Farben. Jede weitere Farbe bedeutet mehr Kosten, mehr Sortierarbeit und mehr Fehler.
- Wähl Farben, die sich stark in der Helligkeit unterscheiden, nicht nur im Farbton: Rot und Grün sind ähnlich hell und verschwimmen im Fernsehen.
- Nimm lieber matte Tafeln. Glänzende Oberflächen spiegeln Flutlicht und Sonne und werden vor der Kamera weiß.
- Heb dir Weiß für Akzente und Text auf; große weiße Flächen wirken im Schatten grau.
Formen und Schrift
Dünne Linien verschwinden. Mach jede Linie mindestens zwei Plätze breit und lass zwischen Formen mindestens einen Platz Abstand.
- Buchstaben brauchen etwa fünf bis sieben Reihen Höhe, damit man sie von der Gegenseite lesen kann.
- Nimm eine einfache, fette Schrift mit geraden Strichen, aufgebaut auf dem Sitzraster, keine verkleinerte Schreibschrift.
- Weniger Buchstaben sind besser: ein Datum, zwei oder drei Wörter oder Initialen.
- Prüf, dass der Text für die Zuschauer richtig herum läuft, nicht für die Leute, die die Tafeln halten.
Vom Logo oder Foto auf die Plätze
Ein Wappen oder Foto in eine Papptafel-Choreo zu verwandeln heißt reduzieren: Das Bild muss in ein grobes, unregelmäßiges Raster mit nur wenigen Farben passen. Eine automatische Umwandlung liefert dir einen ersten Entwurf; das finale Motiv ist immer Handarbeit.
- Vereinfache zuerst das Bild: Verläufe, Schatten und kleine Details entfernen.
- Übertrage es auf den echten Sitzplan, damit gebogene Reihen und Lücken berücksichtigt werden. TifoMaker legt das Bild auf die echte Geometrie der Tribüne und vermeidet so die Verzerrung eines einfachen Rechtecks.
- Reduziere es auf deine Farbpalette und korrigiere die Kanten, indem du Plätze direkt einfärbst.
- Schau es dir in 3D von der Gegentribüne und von der TV-Kameraposition an und pass es dann an.
Eine Anleitung, die jede Reihe versteht
Das perfekte Motiv scheitert, wenn Leute die falsche Tafel hochhalten oder sie im falschen Moment heben. Jeder Platz muss drei Dinge wissen: welche Tafel, welche Seite nach oben und wann.
- Leg die Tafel mit einem Etikett auf ihren Platz: Block, Reihe und Platznummer.
- Druck die Anleitung auf die Tafel oder auf einen Zettel: das Signal und wie man die Tafel hält (über dem Kopf, gerade, zum Spielfeld gerichtet).
- Gib den Blockverantwortlichen einen gedruckten Plan ihrer Reihen, damit sie Lücken direkt vor Ort schließen können.
TifoMaker exportiert druckfertige, platzgenaue Anleitungen pro Reihe, zusammen mit den Stückzahlen pro Farbe für die Bestellung.
Prüfen und proben
Prüf das Motiv vor dem Spieltag in 3D aus jedem wichtigen Blickwinkel, druck einen Test der Anleitung für eine Reihe aus und geh die Tribüne mit den Teams zum Auslegen ab. Am Spieltag gleichst du jeden Block mit dem Plan ab, bevor der Einlass beginnt.
Häufige Fragen
Geschrieben von Demetrios VlassisDemetrios Vlassis ist der Gründer von TifoMaker und arbeitet in der Softwareentwicklung in Sofia. Als Olympiacos-Fan hat er TifoMaker entwickelt, damit Fanclubs und Veranstalter Choreos Platz für Platz planen können.
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